Nürburgring – Das Rennprogramm

Willkommen beim internationalen historischen Rennwochenende mit FIA-Läufen auf dem legendären Nürburgring! Vom ersten Tag erwartet die Gäste des AvD-Oldtimer-Grand Prix historischer Motorsport vom Feinsten.

Für den Auftakt sorgt am jedem 2. Freitag im August der AvD-Historic Marathon auf der Nordschleife für historische Renn-Tourenwagen und GT bis Baujahr 1971 einschließlich. Auf dem Grand Prix-Kurs bilden die FORCE mit ihren originalen Formel 1-Fahrzeugen, die ORWELL SuperSports mit den CanAm-Prototypen und die Shell Historic Ferrari Maserati Challenge nur einige der Höhepunkte des Wochenendes. Samstag und Sonntag finden die Rennläufe statt. Am Samstag abend ab 17 Uhr haben die Besucher ferien Eintritt auf alle Tribünen.

Grand Prix historisch: FORCE Classic Grand Prix Cars (ab 1966)

Mit einem Feld originaler Formel 1-Autos aus den 60er und 70er Jahren bietet der AvD-Oldtimer-Grand-Prix die spektakulärste Hommage an den Großen Preis von Deutschland, den der AvD seit der ersten Auflage 1926 ausrichtet. Speed und Sound der historischen Formel 1-Wagen lassen die Tage legendärer Fahrergrößen wie Jack Brabham, Jackie Stewart, Emerson Fittipaldi, oder James Hunt wieder auferstehen. Neben dem Ford Cosworth V8, dem erfolgreichsten Formel 1-Motor aller Zeiten, sorgt das Feld der FORCE für V12-Sound von BRM und Ferrari.

14. AvD Historic Marathon 400 auf der Nordschleife

Das Highlight am Freitag bietet ein Feld von rund 120 GTs und Tourenwagen beim "Nürburgring 400". Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2000 wird der Historic Marathon wieder auf der 20,8 Kilometer langen Nordschleife ausgetragen, während auf dem Grand Prix-Kurs die Trainingsläufe für die Rennen am Samstag und Sonntag stattfinden. Schöner können Klassikfans die Nordschleife nicht genießen.

ORWELL SuperSports Cup

Die Giganten des Motorsounds kehren zurück. Die über 800 PS starken McLaren, Lola oder March mit den großvolumigen V8-Motoren aus der amerikanischen CanAm-Serie der 60er und 70er Jahre sowie den wieselflinken Zweiliter-Sportprotypen bis Baujahr 1976 sorgt die Rennserie für einen Höhepunkt des historischen Rennwochenendes auf dem Nürburgring.

FIA-GTC-TC‘76

Die Autos aus der legendären Deutschen Rennsport-Meisterschaft kommen zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Die Autos, mit denen Hans-Joachim Stuck, der unvergessene Bob Wollek oder Klaus Ludwig in den 70er Jahren um Punkte für die populären Meisterschaft kämpften, werden in diesem Jahr zum ersten Mal in der FIA-Serie eingesetzt. Zahlreiche Porsche Carrera RSR kämpfen mit Ford Capri RS und BMW CSL um Positionen, dazu kommen BMW 2002 und Ford "Hundeknochen"-Escort aus der Division bis 2 Liter Hubraum.

FIA-Challenge für Historische Tourenwagen

Nirgends ist die Redensart vom Wolf im Schafspelz so berechtigt wie bei den historischen Renn-Tourenwagen. Äußerlich unterscheiden sie sich kaum von einem Straßenfahrzeug aus den 60er Jahren. Aber auf der Rennstrecke zeigen die Alfa Romeo GTA, Ford Lotus Cortina, Mini Cooper S oder Fiat Abarth ihr wahres Gesicht als schnelle Renngeräte. Ihre Ähnlichkeit zu bekannten Serienfahrzeugen machen sie so beliebt bei den Zuschauer. Der Kampf um Punkte für die historische Europa-Meisterschaft sorgt für zusätzliche Spannung in dem Ein-Stunden-Rennen.

FIA-Cup für Historische GT-Fahrzeuge

Hinter der Bezeichnung GT verbergen sich eigentlich Straßensportwagen vom Schlage eines Jaguar E-Type oder der Porsche-Modelle 356, 904 und 911, die mit wenigen Veränderungen rennfertig gemacht wurden. Wie im Rennen für Tourenwagen geht es in den beiden GT-Läufen um wertvolle Punkte für die Europameisterschaft. Von der Chevrolet Corvette bis Fiat Abarth bis zum Alpine Renault startet alles, was das Herz eines GT-Fans höherschlagen lässt. Natürlich dürfen auch die britischen Klassiker vom Austin-Healey über die Leichtathleten von Lotus und Marcos nicht fehlen. Dazu kommen die amerikanischen Kraftpakete AC Cobra und TVR Griffith.

FIA-Lurani-Trophy für Formel-Junior-Wagen

Die kleinen Formel-Renner waren der erste ernsthafte Versuch im internationalen Motorsport, den Nachwuchs zu fördern. Die europaweit ausgetragene Trophy ist nach dem Förderer der Klasse, dem italienischen Grafen Giovanni Lurani, benannt. Die ersten Formel Junior-Monoposti baute Stanguellini mit einem 1-Liter-Frontmotor, die durch die Verwenudng von möglichst viel Serientechnil kostengünstig sein sollten. Ab 1961 verfügten die Formel-Junior-Renner über gerademal 400 ccm weniger Hubraum als die großen Brüder in der Formel 1. Lotus dominierte mit seinen Mittelmotor-Chassis.

Rennsportwagen bis Baujahr 1940

Mit diesen teilweise noch viersitzigen Sportwagen begann die Tradition der berühmten Sportwagenrennen wie den 24 Stunden von Le Mans, der Tourist Trophy in Großbritannien, der Mille Miglia in Italien, aber auch des Großen Preises von Deutschland. Heute noch werden die ältesten Fahrzeuge des AvD-Oldtimer-Grand-Prix von ihren Fahrer artgerecht bewegt. Am Start stehen Fahrzeuge der klangvollen Marken Alfa Romeo, Aston Martin, BMW, Bugatti, Mercedes-Benz oder MG sowie längst vergessener Manufakturen wie Talbot oder Invicta.

Rennsportwagen und Grand Tourisme der 50er Jahre

Die zweisitzigen Rennwagen vereinen in einzigartiger Weise Kraft und Eleganz. Gebaut wurden sie für die Weihen der 1953 ins Leben gerufenen Marken-Weltmeisterschaft, die bei den berühmten Langstreckenrennen von Daytona, Sebring, Le Mans, der Mille Miglia, Targa Florio und auf dem Nürburgring ausgetragen wurde. So klangvoll wie die Namen der Rennen waren auch die Hersteller und Fahrer: Ferrari, Maserati, Aston Martin und Porsche, Juan Manuel Fangio, Stirling Moss, Mike Hawthorn, Phil Hill und Wolfgang Graf Berghe von Trips. Nach alter Väter Sitte demonstrieren die heutigen Fahrer der Renn-Raritäten am Samstag einen Le Mans-Start vor der Haupttribüne.

Historic Grand Prix-Cars bis 1960

Die Großväter der heutigen Formel 1-Wagen sind noch zügig unterwegs. Faszinierend ist die pure Technik der bis zu 290 PS starken Monoposti. Aus der Ära stammen einige der schönsten Formel 1-Wagen wie der Ferrari Dino und der Maserati 250F, legendär durch den unfassbaren Erfolg von Juan Manuel Fangio beim Großen Preis von Deutschland des AvD 1957. Kaum zu glauben: der Formel 1-Wagen mit der zeitlos schönen Karosserie wird 50 Jahre alt. Doch das Fahrzeugfeld umspannt auch die 30er Jahre mit faszinierenden und seltenen Grand Prix-Wagen von ERA, Bugatti oder Maserati.

Shell Historic Ferrari-Maserati-Challenge

Das vielfältige Starterfeld der renommierten Serie feierte im letzten Jahr Premiere beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Alle Fahrzeuge, die im Zeichen von Cavallino Rampante (springendes Pferd) oder Dreizack, bis in die 70er Jahre bei Rennen angetreten sind, dürfen an der Historic Challenge teilnehmen. So umspannt die Serie Rennwagen und GT aus fünf Jahrzehnten Motorsportgeschichte: ein Fest in Rot, ein besonderes Highlight für alle Motorsportfans. Benvenuti, Historic Ferrari-Maserati-Challenge!